Ein Tag in Prag

In den letzten Jahren bin ich häufig in Dresden gewesen und habe Freunde besucht. Jedes Mal dachte ich, es wäre doch schön mal einen Tagestrip nach Prag zu unternehmen.

Diesen Oktober (2021) war ich erneut dort, um Geburtstag zu feiern. Und dieses Mal hat es geklappt. Ich habe mir am Freitag das Geburtstagskind geschnappt und wir haben uns morgens von Dresden auf den Weg nach Prag gemacht.

Prag - Karlsbrücke über die Moldau

Die Fahrt ist super entspannt und führt komplett über Autobahnen. Von Dresden sind es ca. 150 km also in etwa 1:45 Stunden Fahrzeit.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Strahlendblauer Himmel und T-Shirt Temperaturen.

Wir parken, wie geplant, im Parkhaus am Rudolfinum. Das war es dann aber auch schon mit der Planung. Also los in Richtung Innenstadt. Ich bin direkt fasziniert von den wundervollen und im großen Stil restaurierten Gebäuden. Es ist ein Mix aus vielen Regionen. Teilweise wähnte ich mich von den Gebäuden her in Italien.

Das Rudolfinum in Prag

Nächster Stopp: Geldautomat. Denn leider ist die Währung in der Tschechische Republik noch nicht der Euro. Mit ein paar Hindernissen kommen wir dann an die Kronen, was sich am Ende aber als unnötig erweisen wird, da überall Kartenzahlung möglich ist.

Da es nun mittlerweile kurz nach 11 Uhr ist und das Frühstück schon etwas her, ist doch ein kleiner Snack nicht schlecht. Wir holen uns die an jeder Ecke angepriesenen Trdelník, natürlich gefüllt mit Erdbeeren, Eis, Nutella usw.

Wir tingeln also weiter planlos durch die Prager Altstadt, genießen unser Gebäck und die Sonne - einfach schön.

Natürlich sind wir nicht ganz so verloren, wie ich es formuliert habe, denn das Geburtstagskind war schon mal in Prag. Es führt mich also zur berühmten Karlsbrücke, welche über die Moldau führt und ein Wahrzeichen der Stadt ist. Wir haben wohl Glück, denn in Spitzenzeiten und wahrscheinlich auch ohne Corona, wird man aufgrund der Menschenmassen sozusagen über die Brücke geschoben und kann sich nicht wie heute, frei bewegen.

Prag - auf der Karlsbrücke

Auf der anderen Seite der Moldau ist es ebenso wunderschön. Im Hintergrund auf einem Hügel thront die Prager Burganlage mit dem Veitsdom.

Bevor wir aber nun den Hügel erklimmen, es ist mittlerweile fast 13 Uhr. Es wird also Zeit für ein tschechisches Bier direkt an der Moldau, mit Blick auf die Karlsbrücke und die gegenüberliegende Altstadt und dazu das weiterhin großartige Wetter. Mittagessen lassen wir weg und "planen" ein frühes Abendessen.

Danach geht es mit einem kleinen Umweg weiter durch die historischen Straßen der Stadt hinauf zur Burg und dem Dom. Auch hier ist alles rausgeputzt und wunderschön anzusehen. Der Hradschin-Platz mit seinen Palais wirkt auf mich schon fast wie der Place du Palais in Monaco. Von hier hat man einen fantastischen Blick über ganz Prag.

Prager Burg - Ausblick über die Stadt

Wir schlendern dann weiter durch die Burganlage und bestaunen den beindruckenden Veitsdom. Die ganze Anlage ist wie eine kleine Stadt in der Stadt.

Mittlerweile ist es halb fünf und wir verlassen den Burghügel auf der östlichen Seite und sind wieder an der Moldau. Dann holt uns der Gedanke mit dem frühen Abendessen wieder ein. Nach kurzem Hin und Her entscheiden wir uns, wieder zurück auf die andere Seite des Flusses zu wechseln und uns dort nach einem Restaurant umzusehen. Am Ende landen wir in einem Restaurant am Altstädter Rathaus in der Hoffnung, dass wir von dort aus, einen Blick auf das stündliche Uhrenspiel erhaschen und ich ein "typisches" Gericht bekomme. Während wir in dem schönen Außenbereich sitzen und die Karte durchstöbern, wird uns bewusst, dass es doch Oktober ist. Denn sobald die Sonne hinter den Hausdächern verschwindet, wird es doch merklich kühler.

Wie auch immer, ich bekomme eine moderne lecker Variante eines Gulaschs mit Knödeln und ein lokales Bier, welches ich ohne ein Food-Pic genieße.

Als die Rathhausuhr zur nächsten vollen Stunde ertönt, stellen wir leider fest, dass man das Spiel nur sehen kann, wenn man direkt davorsteht – düüü dümm.

Nach dem Essen gehen wir zum Abschluss noch zum Wenzelsplatz, der eher eine breite Einkaufsstraße ist, welche direkt auf das wunderschöne Gebäude des Nationalmuseums zuläuft.

Das Nationalmuseum in Prag bei Nacht

Nun ist es bereits nach 18 Uhr und komplett dunkel. Wir machen uns also im Zick-Zack-Kurs auf dem Weg zu unserem Auto und fahren gegen 19 Uhr zurück nach Dresden.

Es war ein sehr schöner Tag in Prag, auch wenn wir am Ende wahrscheinlich 20km zurückgelegt haben und das Geburtstagkind hin und wieder etwas genervt von meiner Fotografiererei und Rumwunderei über die Schönheit der Stadt war.

Danke Julia, es war toll!