USA 2017


Coney Island – Greenwich Village – Katz´s Delicatessen

Subway nach Coney Island

Wer hätte es gedacht, auch an Tag 4 scheint die Sonne und es ist angenehm warm. Also erstmal wieder Frühstück irgendwo auf dem Weg zur Subway, denn wir werden dann fast eine Stunde in der Bahn sitzen um nach Coney Island zu gelangen. Die Strecke führt in Brooklyn über eine hochgelegte Bahntrasse, so das man von hier auf die Dächer der Häuser und Industriehallen blicken kann, die sehr oft mit Graffiti versehen sind.

Coney Island

Gegen halb elf kommen wir an und stellen sehr schnell fest – nix los hier. Nun ja, denselben Effekt hatte ich auch schon 2008 bei meinem letzten Besuch. Da das Wetter aber wirklich toll ist, schlendern wir also einfach mal den Boardwalk entlang und genießen die Ruhe und das Meer.

Amphitheater - Coney Island

Am Ende das Freizeitsparkes befindet sich ein altes Gebäude mit der Aufschrift „Amphitheater“, wo ich gern mal gucken will, ob es wirklich alt ist oder nur auf alt gemacht. Ich gucke also wie ein kleiner Junge von außen durch die Scheibe, mit den Händen rechts und links am Kopf um etwa zu sehen. Kurz darauf fühle ich mich auch gleich ertappt. Denn in dem Gebäude ist eine Restaurant und eine Mann signalisiert mir, wir sollen doch mal reinkommen.

Was folgt ist eine 45 minütige Führung inklusive Geschichte des Gebäudes und der Gegend, denn es ist der Betreiber/Besitzer des Restaurants. Das Gebäude ist also wirklich alt und sie haben es restauriert und seit Mai 2017 ist das Restaurant eröffnet. Es heißt übrigens "Kitchen 21".

Zum Abschluss frage ich dann noch, wieso so wenig los sei und bekomme die Info, dass es erst Mittag richtig losgeht. Wir nehmen also noch einen guten Kaffee und freuen uns über den netten Ausflug und die Gastfreundlichkeit.

Wonder Wheel - Coney Island

Wir bummeln über den Strand zurück in Richtung Wonder-Wheel und halten die Füße kurz mal in das doch sehr kühle Nass.

Der Park hat mittlerweile geöffnet und nach und nach füllt sich der Boardwalk mit Menschen. Ich nutze die Chance eine Runde mit dem Wonder-Wheel zu fahren. Diese war beim letzten mal geschlossen. Natürlich setze ich mich ein eine sich bewegende Gondel. Im ersten Moment scheint das nicht sehr spektakulär, Wenn man aber weiß, dass dieses Riesenrad 1920 in Betrieb genommen wurde… Die erste halbe Runde ist dann auch sehr gemütlich, wie eben in einem normalen Riesenrad, aber dann kommt man an die Position, wo sich die komplette Gondel auf der Eisenschiene in Bewegung setzt und man das Gefühl bekommt gleich schießt man aus dem Rad heraus. Das Ganze ist von einem Quietschen und Grollen begleitet und ich werde das Gefühl nicht los, dass alles wird nur vom x-ten Farbanstrich zusammengehalten. In der zweiten Runde ist man dann vorbereitet?!

Aber seht selbst...

Wie der Zufall will kam fast zur selben Zeit der Film "Wonder Wheel" in die Kinos, welcher auf Coney Island spielt.

Boardwalk - Coney Island

Gegen 13 Uhr ist es dann angenehm gefüllt und wir müssen natürlich noch etwas bei "Nathan's Famous" essen. Das ganze bei schönstem Sonnenschein und Meeresluft. Nathan's ist eine Fastfoodkette, welche auf Hotdogs spezialisiert ist und u.a. auch Hotdog-Wettessen veranstaltet.

Langsam wird es Zeit sich wieder in Richtung Manhattan zu bewegen. Auf dem Weg zur Subway, schauen wir noch bei der "Coney Art Walls" vorbei. Hier sind diverse Wände mit Graffiti/Bemalung ausgestellt.

Boardwalk - Coney Island

Greenwich Village

Greenwich Village - New York

Mittlerweile ist es halb vier und wir sind im Greenwich Village angekommen. Ja, dass ist da wo die Häuser mit den kleinen Treppenaufgängen stehen. Dazu kommt, dass es wirklich wie eine kleine Gemeinde wirkt. Schmale Straßen, kaum Verkehr, gepflegte kleine Vorgärten und somit kein Stress und Lärm. Hier zeigt sich Manhattan also wieder von einer ganz anderen Seite und die Damen kommen ins Schwärmen. Wir streifen also etwas durch das Viertel ohne ein konkretes Ziel und genießen einfach das hier und jetzt.

Katz's Delicatessen

Irgendwann landen wir dann wieder in unserm Hotel. Nach einen kurzen Power Nap meldet sich der kleine Hunger und wir entschließen uns doch mal im Katz's Delicatessen vorbeizuschauen. Ein kleines Pastrami Sandwich geht ja immer. Das Katz ist schon speziell. Ein großer Raum mit Tischen und Stühlen aufgereiht, die Wände gepflastert mit Bildern prominenter Besucher und eine lange Theke an einer Seite. Es ist Selbstbedienung angesagt und bezahlt wird beim Verlassen. Die georderten Speisen werden auf einem Zettel markiert und ist beim Bezahlen vorzulegen. Verlust kostet eine große Pauschale.

Pastrami Sandwich - Katz's Delecatessen

Ein Sandwich kostet mindestens happige 18 Dollar, ist aber wirklich lecker und mehr als ausreichend. Ausgegeben werden diese wie am Fließband. An sieben Counter stehen die Menschenmassen in Reihe an und werden im 3-Minutentakt abgefertigt. Trotzdem herrscht eine entspannte freundlich Atmosphäre.

Katz's Delicatessen Katz's Delicatessen - Cutter Katz's Delicatessen - Außenansicht

Da dies unser letzter Abend in New York ist, fahren wir nochmal zum Times Square um noch einmal ohne Regen (wie am ersten Tag) in dem Lichtermeer unterzugehen.

Guten Nacht New York City!